Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik - Willich
Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik - Willich

Kontakt:

 

Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik


SHG Willich

Minoritenplatz 29
47877 Willich


Telefon: 

 01520 -1768515

E-Mail:

info@depri-gruppe-willich.org

 

Unsere Treffen finden Donnerstags ab 18:30 Uhr in den Räumen des Begegnungszentrum

Netzwerk-Neersen in Willich statt.

 

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Wenn wir Freude am Leben haben, kommen die Glücksmomente von selber

(Ernest Ferstl)

Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran.
(Prentice Mulford)

Resilienz

Widerstandskraft Resilienz: Das Geheimnis der inneren Stärke

Lebenskrisen, Konflikte, Misserfolge, Fehlschläge und Niederlagen sind Bestandteil des Lebens eines jeden Menschen.

Über unsere eigene innere Stärke und Widerstandskraft, auch als Resilienz bezeichnet, haben wir jedoch einen großen Einfluss darauf, wie wir z.B. schwere Erkrankungen, Unfälle, den Verlust von nahe stehenden Menschen durch Tod oder Trennung, berufliche Fehlschläge oder eine traumatische Erfahrung meistern und Krisen unbeschadet überstehen.

Eine gute Resilienz und psychische Belastbarkeit ist nicht angeboren sondern wird im Laufe der Entwicklung erlernt. Daher ist jeder selber in der Lage, diese durch ein gezieltes Training zu steigern, wenn es ihm daran mangelt.

 

Die Fähigkeit, sich selbst wieder ins innere Gleichgewicht zu bringen und es auch zu halten besteht aus sieben aufeinander bezogenen und voneinander abhängigen Bereichen:

 

Realistisch-optimistisch sein:

 

 Eine momentane Krise ist kein unüberwindliches Hindernis. Ich erkenne die Realität an, gehe aber davon aus, das negative Ereignisse grundsätzlich eine befristete Angelegenheit       sind, auf  deren Verlauf ich Einfluss bzw. für die ich eine Lösung habe und dass sich die Dinge wieder zum  Besseren wenden werden .

 

Akzeptieren, was sich momentan nicht ändern lässt

 

Wenn die Gefühle nach einem schweren Schlag abflauen, wird es Zeit für eine nüchterne  Bestandsaufnahme:  

Was kann ich aus dieser Situation machen?

 

Nur wer die Lage akzeptiert und sie als Herausforderung versteht, nimmt sein Schicksal wieder selbst in die Hand, wird wieder handlungsfähig.

               

Realistische Lösungen suchen

 

Schicksalsschläge sind nicht zu beeinflussen. Die Konsequenzen liegen jedoch bei jedem selbst. Fragen der individuellen Lösungsorientierung:

 

- Welche potenziellen Lösungen gibt es für den Konflikt?

- Welche Handlungsoptionen habe ich?

- Was sind meine zukünftigen Erwartungen, was sind meine       Ziele?

(nur realistische, erreichbare Ziele setzen. Evtl. auch nur Etappenziele)

                          

- Wie gehe ich mit dem Stress um, der meine Krisen begleitet

 

Die Opferrolle verlassen

 

Auch resiliente Menschen sind nicht vor der Opferrolle gefeit. Nach einer gewissen Zeit sollte es einem jedoch gelingen, anders über die Situation zu denken. Nur wer Belastungen eher als eine        Herausforderung denn als Problem oder unlösbare Krise sieht und in den entsprechenden     Situationen - in denen sich andere hilflos und ohnmächtig fühlen - kreativ und flexibel reagiert,            wer das Gefühl hat, wieder selbst am Ruder zu sein, fühlt sich nicht als Marionette und denkt in        die Zukunft. Man setzt sich also mit der Sachlage auseinander und schaut, welchen eigenen       Anteil man an der jetzigen Situation hat.

 

Verantwortung übernehmen

 

Sich automatisch den Schwarzen Peter zuzuschieben ist kontraproduktiv. Wer den eigenen Anteil    an der Krise realistisch einschätzt und analysiert, welche äußeren Umstände zu den Problemen       geführt haben und wer Vertrauen in seine Selbstwirksamkeit hat, ist schneller über den Berg.        Man muß bereit sein, auch die Konsequenzen für das eigene Tun und Handeln zu übernehmen.

 

Soziale Netzwerke aufbauen

 

Widerstandsfähige Menschen versuchen gar nicht erst ihre Probleme im Alleingang zu lösen. Sie suchen Ansprechpartner (auch Freunde und Verwandte), die nicht nur Sprüche klopfen, sondern    effektiv weiterhelfen können. (Wer kennt wen, wer hat wohin Verbindungen usw.) Denn ein stabiles Netzwerk stärkt unsere Resilienz und man kann so vieles leichter ertragen.

 

Die Zukunft planen

 

Eine durchdachte und möglichst gut ausgestaltete Planung ist die Basis einer soliden, tragfähigen und beherrschbaren Zukunft. Mit Wahlmöglichkeiten, Alternativen und Visionen erhalten wir unsere Flexibilität und somit auch die Varianz in der eigenen Handlungsfähigkeit.

Die Innere Stärke

Einige Menschen schaffen es, selbst in sehr schwierigen Situationen ihre Zuversicht zu bewahren. Diese Fähigkeit wird in der Forschung als „Resilienz“ bezeichnet – also die seelische Stärke, mit Krisen umzugehen und sich davon nicht dauerhaft aus der Bahn werfen zu lassen.

 

Einfach gesagt bedeutet Resilienz, Belastungen standzuhalten und nach Rückschlägen wieder aufzustehen. Wissenschaftlich betrachtet ist sie jedoch kein einzelner Wesenszug, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Daher beschreibt man Resilienz eher als die Fähigkeit, die psychische Gesundheit trotz schwieriger Lebensumstände zu erhalten oder nach Krisen wiederherzustellen.

Warum Menschen unterschiedlich widerstandsfähig sind, zeigt sich daran, dass dieselbe Situation von verschiedenen Personen ganz unterschiedlich erlebt wird. Was für den einen eine große Belastung darstellt, kann für den anderen sogar eine Chance sein. Eine bekannte Langzeitstudie der Psychologin Emmy Werner belegt dies: Sie begleitete über Jahrzehnte Kinder, die teilweise unter sehr schwierigen Bedingungen aufwuchsen. Während viele später Probleme entwickelten, gelang es einigen dennoch, ein stabiles und erfolgreiches Leben zu führen. Ein entscheidender Faktor dabei war, dass diese Kinder mindestens eine verlässliche Bezugsperson hatten, die sie unterstützte und ihnen Wertschätzung vermittelte.

 

Auch spätere Forschungen bestätigen, wie wichtig soziale Beziehungen für die Entwicklung von Resilienz sind. Ein stabiles Umfeld und unterstützende Kontakte tragen wesentlich dazu bei, seelische Stärke aufzubauen.

Ob Resilienz angeboren ist, wird unterschiedlich bewertet.

 

Viele Fachleute gehen davon aus, dass sie sich im Laufe des Lebens entwickelt. Dennoch spielen auch genetische Einflüsse eine Rolle. Eigenschaften wie Intelligenz, Optimismus und Offenheit gegenüber anderen Menschen können dabei helfen, Krisen besser zu bewältigen.

Resiliente Menschen zeichnen sich vor allem durch ihre Überzeugung aus, Herausforderungen aus eigener Kraft meistern zu können. Dieses Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit – auch „Selbstwirksamkeit“ genannt – hilft ihnen, in schwierigen Situationen nach Lösungen zu suchen, statt sich von Problemen lähmen zu lassen.

 

Zu den wichtigsten Schutzfaktoren zählen neben sozialen Beziehungen auch persönliche Fähigkeiten: Unterstützung annehmen zu können, sich Ziele zu setzen und nicht ständig vom Schlimmsten auszugehen. Wer nicht in Katastrophen denkt, erspart sich unnötigen Stress und schützt damit seine psychische Gesundheit.

 

Denn dauerhafter Stress kann sowohl die Psyche als auch den Körper stark belasten und zu Erkrankungen führen. Resilienz wirkt dem entgegen, indem sie hilft, solche Belastungen besser zu verarbeiten. Sichtbar wird diese innere Stärke allerdings meist erst dann, wenn ein Mensch tatsächlich eine Krise durchlebt hat – ähnlich wie man Schwimmen erst im Wasser wirklich beurteilen kann.

Eine Geschichte zum Nachdenken

Die Geschichte vom Araber und der Palme.

Ein Araber war krank und zweifelte am Sinn des Lebens. Als er in einer Oase einen jungen, noch kleinen Palmbaum sah, nahm er einen dicken Steinbrocken und legte ihn der jungen Palme mitten in die Blattkrone. Soll auch sie sehen, wie sie damit fertig wird. Die Palme versuchte daraufhin, die Last abzuwerfen. Sie schüttelte sich im Winde. Vergebens. Da wuchs sie tiefer und fester in den Boden, um stärker zu sein. Und wirklich, ihre Wurzeln erreichten neue Wasseradern. Diese Kraft aus der Tiefe und die Sonne aus der Höhe machten sie zu einer starken Palme, die auch den Stein im Weiterwachsen mittragen konnte.

 

Nach Jahren kam der Mann wieder, um nach den Baum zu sehen. Da sah er eine besonders hochragende Palme im Wind schwanken, und in der Krone trug sie immer noch den Steinbrocken.

 

Und wie sie sich im Winde neigte, schien sie ihm zu sagen: „Ich muß Dir danken! Die Last hat mich über meine Schwäche hinauswachsen lassen.

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