Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik - Willich
Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik - Willich

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Selbsthilfegruppe gegen Depressionen, Angst und Panik


SHG Willich

Minoritenplatz 29
47877 Willich


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 01520 -1768515

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Unsere Treffen finden Donnerstags ab 18:30 Uhr in den Räumen des Begegnungszentrum

Netzwerk-Neersen in Willich statt.

 

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Wenn wir Freude am Leben haben, kommen die Glücksmomente von selber

(Ernest Ferstl)

Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran.
(Prentice Mulford)

Gemeinsam allein

Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Raum voller Menschen. Kaum öffnen Sie die Tür, richten sich alle Blicke auf Sie – interessiert, freundlich, offen, vielleicht sogar einladend. Sie fühlen sich gesehen, akzeptiert und willkommen.

Doch stellen Sie sich dieselbe Situation noch einmal vor: Sie öffnen die Tür, und die Gesichter wirken kühl, abweisend oder sogar angewidert. Ohne dass ein Wort fällt, spüren Sie sofort Ablehnung. Allein durch Blicke entstehen Gefühle – positive wie negative.

Wo Menschen aufeinandertreffen, findet immer Kommunikation statt, auch ohne Worte. Selbst Ignoranz sendet eine Botschaft. Als soziale Wesen brauchen wir diese Rückmeldungen, um uns selbst wahrzunehmen. Unser Selbstbild entsteht zu einem großen Teil daraus, wie andere uns behandeln. Werden wir akzeptiert oder ausgeschlossen? Und was passiert mit uns, wenn wir immer wieder Ablehnung erfahren?

Im ersten Fall treten Sie wahrscheinlich lächelnd ein und werden Teil der Gruppe. Im zweiten Fall würden Sie vielleicht lieber draußen bleiben – sofern Sie die Wahl haben. Denn wer begibt sich freiwillig in eine Umgebung, in der er sich unerwünscht fühlt?

Doch was, wenn Sie keine Wahl haben? Wenn Sie diesen Raum betreten müssen? Dann gehen Sie vielleicht unsicher hinein, vermeiden Blickkontakt und versuchen, möglichst nicht aufzufallen. Sie setzen sich still in eine Ecke, ignorieren tuschelnde Stimmen und hoffen, bald wieder gehen zu können. Ihr Körper reagiert: Nervosität, Herzklopfen, vielleicht sogar Übelkeit. Gleichzeitig beobachten Sie alles genau und fragen sich, ob jede Reaktion der anderen gegen Sie gerichtet ist.

Für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland ist genau das Alltag. Hunderttausende betreten täglich ein Klassenzimmer, in dem sie sich unerwünscht fühlen. Sie erleben über lange Zeit Ablehnung – oft ohne offene Gewalt. Doch auch Ausgrenzung kann verletzen und Macht ausüben. Sie stellt die Frage: Wo beginnt Gewalt eigentlich?

Betroffene fragen sich häufig, was sie falsch gemacht haben. Ein Beispiel zeigt, wie tief diese Erfahrungen gehen können: Ein Kind, das über längere Zeit ausgeschlossen wird, beginnt zu glauben, es sei nicht liebenswert. Solche Erlebnisse können das Selbstwertgefühl nachhaltig zerstören. Erfolge werden klein geredet, Misserfolge hingegen als persönliches Versagen gesehen.

Am Ende richtet sich der Blick wieder auf uns alle: Wie verhalten wir uns, wenn jemand Neues den Raum betritt? Mobbing ist nicht nur eine Sache zwischen Täter und Opfer. Es entsteht durch das Verhalten der Gruppe – und dazu gehören wir alle.

Manchmal reicht schon ein freundlicher Blick oder ein Lächeln, um jemandem das Gefühl zu geben, dazuzugehören. Kleine Gesten können einen großen Unterschied machen – und die Welt ein Stück menschlicher.

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